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Heilwasser.

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KAPITEL — Sechs

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„Ich stelle nicht noch einmal mein Kind in das Wasser und gehe hinaus!“, rief Maria der weißen Frau zu und drückte ihren kleinen Karl noch fester an sich. „Nein, das tu ich nicht!“ Aber da geschah ein Wunder, eine Art Wunder jedenfalls, nämlich der Karl, der ja bis dahin noch kein anderes Wort hatte reden können außer „Mama“ und „M-m“, was „Ich habe Hunger“ geheißen hatte,der Karl, der begann zu sprechen. Er sagte in feinster Aussprache: „Liebe Mutter, die weiße Frau ist eine gute Frau, die für mich gesorgt hat in der Zeit, die mir zu trinken gegeben hat von dem weißen Wasser, die mich getröstet hat. Liebe Mutter, tu, was sie dir aufträgt!“ Da traute sich Maria nicht dagegen zu fragen, ein bisschen verwirrt geschaut hat sie, das schon, aber das kann ihr niemand verdenken. Sie hat sich von der weißen Frau einen Besen geben lassen und ist hinaus durch die Tür in den Raum, in dem der Unrat verstreut lag, das Verfaulte und Verschimmelte, das entsetzlich stank. Aber sie hat nicht auf den Boden geschaut wie beim letzten Mal, sie hat durch die offene Tür geschaut auf die weiße Frau, die ihren kleinen Karl in den Armen hielt. Sie hat den Unrat zusammengekehrt und in ihre Schürze getan, dann hat sie gesagt: „Jetzt gib mir mein Kind zurück!“ Und die weiße Frau hat ihr das Kind zurückgegeben. Und einen Krug hat sie ihr auch mitgegeben, in den hat sie von dem weißen Wasser geschöpft. Und oben im Freien vor dem Schloss Sauerbrunn hatte Maria zuerst einmal einen großen Durst, und sie nahm einen großen Schluck von dem weißen Wasser, das ihr die hohe Frau in den Krug gefüllt hatte, und da verwandelte sich ihr Gesicht in das Gesicht einer jungen Frau zurück, und als sie den Unrat in das Farnkraut schütten wollte, hat sich der Unrat in Goldmünzen und Silbermünzen und Kupfermünzen verwandelt. Der kleine Karl war nun auch ein Jahr größer, und er wollte nicht mehr am Rücken getragen werden, er ging neben seiner Mutter her nach Hause.